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Silberfischchen

Das Silberfischchen (Lepisma saccarina) gehört der Ordnung der Fischchen (Zygentoma) und der Familie Lepismatidae an. Seine ursprüngliche Heimat ist nicht näher bekannt; es wird vermutet, dass es aus den Subtropen stammt. Mittlerweile kommt es in der ganzen Welt vor. Es wird mit Nahrungsmitteln, Verpackungen, Pflanzen oder Pflanzenerde eingeschleppt. An feuchten, warmen und dunklen Orten fühlt sich das Silberfischchen wohl, es ist vor allem in Küchen, Bädern, Toiletten und feuchten Kellern anzutreffen. Im Freien lebt es in Vogelnestern.

Das Silberfischchen ist nachtaktiv. Es besitzt einen stromlinienförmigen Körper, der perlmuttartig beschuppt ist. Am Hinterleibsende befinden sich drei lange, borstenförmige Fortsätze. Es ist flügellos und erreicht eine Länge von 8 bis 10 cm. Der Kopf ist mit schnurartigen Fühlern versehen. Häutungen finden auch als Imagines statt. Lepisma saccarina orientiert sich olfaktorisch und taktil über Erschütterungen. Sein Sehvermögen ist schlecht.

In Ritzen und Spalten legt das Silberfischchen seine Eier ab. Es ist im ersten und zweiten Larvenstadium weiß gefärbt und nimmt keine Nahrung auf. Ab dem dritten Stadium ist seine Körperoberfläche mit silbrigen Schuppen bedeckt. Insgesamt durchlebt das Silberfischchen sechs bis sieben Larvenstadien und bis zu 36 Häutungen, die allerdings auch bei den Imagines stattfinden. Die Entwicklungsdauer bis zur Imago beträgt bei Temperaturen von mehr als 20°C zwischen drei und vier Monaten, bei niedrigen Temperaturen mehr als zwei Jahre. Das Silberfischechen wird maximal drei jahre alt. Es ernährt sich von stärke- und zuckerhaltigen Produkten wie Zucker, Mehl, Grieß, Teigwaren, trockenen Fischresten, Hautschupen und toten Artgenossen.

Lepisma saccarina bevorzugt Temperaturen von 21 bis 29 °C und eine relative Luftfeuchte von mehr als 75%. Bei weniger als 10 °C ist es nicht aktiv. Silberfischchen unternehmen für die Nahrungssuche größere Wanderungen. Sie können bis zu mehrere Wochen ohne Wasser und Futter überleben. Mit Wellpappe und anderen Verpackungen werden sie in Gebäude eingeschleppt. Ein Befall lässt sich durch in den Abend- und Nachtstunden umherlaufende Silberfischchen nachweisen.

In Gebäuden ist Lepisma saccarina auf vielfältige Weise als Lästling bekannt. Bei starkem Befall richtet es durch Lochfraß an dünnen und weichen Materialien wie z. B. Papier erhebliche Schäden an. Tapeten, Bilder, Bucheinbände, Akten und gestärkte Textilien beschädigt es durch Schabefraß und gelbe Verfärbungen. Außerdem verschmutzt das Silberfischchen seine Umgebung durch Exkremente. Um es effektiv zu bekämpfen, müssen Nahrungsquellen entfernt und die Luftfeuchtigkeit verrringert werden. Weiterhin sind Feuchtigkeitsquellen zu vermeiden. Beliebte Verstecke des Silberfischchens wie Ritzen und Spalten sind sorgfältig zu verschließen. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen können in Wohnbereichen Klebefallen aufgestellt werden. Bei starkem Befall kommen insektizide Stäube oder Spritzmittel zum Einsatz. Um einem Befall von Lepisma saccarina vorzubeugen, sollte Feuchtigkeit möglichst vermieden werden. Zur Prävention dient außerdem das Aufstellen von Lockstofffallen.

Digital illustration of a silverfish or fishmoth

©iStockphoto.com/nicolasprimola

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