040 - 710 95 760
kontakt@kalff.de
SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG
KALFF GMBH
Seit 1920 Ihr Partner in Sachen Schädlingsbekämpfung, Desinfektion & Taubenabwehr in- und um Hamburg.
Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern!

Tel. 040 - 710 95 760

Pharaoameise

Pharaoameise

Die Pharaoameise (Monomorium pharaonis) gehört zur Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) und zur Familie der Ameisen (Formicidae). Ursprünglich stammt sie aus Afrika oder Asien (Indien), heute kommt sie auf der ganzen Welt vor. Mit Waren und in Verpackungen wird sie in alle Regionen der Erde verschleppt. Ihren Lebensraum findet die Pharaoameise in Gebäuden mit dauerhaft hohen Temperaturen, etwa in Kantinen, Großküchen, zoologischen Gärten, Bäckereien, Restaurants und Hochhäusern. Meist breitet sie sich aktiv über Warmwasserleitungen oder Heizungsrohre in Versorgungsschächten aus.

Die Arbeiterinnen der Pharaoameisen sind an ihrer gelbbraunen Farbe und der dunkel gefärbten Spitze des Hinterleibes zu erkennen. Zwischen dem Brustabschnitt und dem sogenannten Gaster, einem Teil des Hinterleibes, befinden sich zwei Glieder, die Petiole und Postpetiole genannt werden. Die Fühler sind zwölfgliedrig und weisen eine dreigliedrige Keule auf. Arbeiterinnen erreichen eine Länge zwischen 1,5 und 2 mm. Dagegen können Königinnen 3,9 bis 4,9 cm lang werden. Sie sind dunkelbraun gefärbt und werfen ihre Flügel nach der Kopulation ab. Die Männchen werden bis zu 3,0 mm lang und weisen eine schwarze Färbung auf. Sie bleiben im Nest und werfen ihre Flügel nicht ab.

Pharaoameisen orientieren sich visuell und olfaktorisch über Pheromone. In ihren Nestern leben viele Königinnen und Männchen, daher ist das Vermehrungspotential sehr hoch. Bei Temperaturen von 26-28°C und hoher Luftfeuchtigkeit beträgt die Entwicklungsdauer von Ei bis Imago ungefähr fünf Wochen. Monomorium pharaonis bevorzugt eiweiß- und zuckerhaltige Nahrung. Sie ernährt sich z. B. von toten Insekten, Fleisch, Wurstwaren oder Käse.

Als staatenbildende Insekten leben Pharaoameisen in Nestern. Zu einer Kolonie gehören bis zu mehrere 100.000 Arbeiterinnen, einige 100 Königinnen, zu bestimmten Zeiten Männchen und die Brut, die aus Eiern, Larven und Puppen besteht. Bis zu 10 Wochen beträgt die Lebensdauer der Arbeiterinnen, während die Königinnen vier bis zwölf Monate alt werden können. Monomorium pharaonis benötigt hohe Temperaturen und Feuchtigkeit zum Überleben. Bei der Art findet kein Schwarmflug statt. Die Nester werden meist an Warmwasserleitungen und Heizungsrohren in der Wand oder in Versorgungsschächten angelegt. Durch die Abspaltung kleiner Gruppen von der Mutterkolonie breitet sich die Pharaoameise aus. Dadurch entstehen häufig mehrere Befallsherde in einem Gebäude.

Zu erkennen ist ein Befall durch umherlaufende Arbeiterinnen oder durch das Ausbringen wirkstofffreier Köder. Pharaoameisen richten durch die Kontamination von Lebensmitteln mit Krankheitserregern wie z. B. Salmonellen erhebliche Schäden an. In Krankenhäusern können sie durch Verunreinigung von Sterilgut Infektionen verursachen. Außerdem beschädigen sie durch Benagen Dichtungen und Isolierungen. Eine Bekämpfung ist nur mit langsam wirkenden Ködern möglich, die über mehrere Monate eingesetzt und von den Arbeiterinnen im Nest an die Königinnen und die Brut verteilt werden. Eine Anwendung von Insektiziden, Spritzmitteln oder Aerosolen ist nicht empfehlenswert. Die Bekämpfung sollte mit speziellen Ködern (Granulatköder / Pastenköder) erfolgen.  Durch Vermeiden von Feuchtigkeitsquellen und sorgfältige Abdichtung in der Wand verlegter Sanitär- und Heizungsinstallationen kann einem Ameisenbefall vorgebeugt werden.

Kalff GmbH

Kalff GmbH