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Gemeiner Speckkäfer

Der Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius) gehört zur Ordnung der Käfer (Coleoptera) und zur Familie der Speckkäfer (Dermestidae). Ursprünglich war er im gemäßigten Eurasien beheimatet, heute ist er auf der ganzen Welt zu finden. Mit trockenen Produkten tierischen Ursprungs und deren Verpackungen wird er eingeschleppt. Im Freiland lebt der Gemeine Speckkäfer an Aas, in Vogel- und Wespennestern sowie an mumifizierten Tierleichen. Im Umfeld des Menschen ist er in Tierhaltungsbetrieben, in Schlachthöfen und in Mülldeponien an mumifizierten Tierleichen, Häuten, Federn, Fellen und Fleischabfällen zu finden.

Dermestes lardarius besitzt eine dunkelbraune Färbung mit einer gelblichen, hinten zackig begrenzten Haarbinde. Die vorderen Hälften seiner Flügeldecken weisen bis zu sechs schwarze Flecken auf. Er erreicht eine Länge von 7 bis 9 mm. Die Larven sind stark behaart und werden bis zu 15 mm lang. Sie besitzen eine braun gefärbte, mit langen, rotbraunen Haaren besetzte Oberseite und eine helle Unterseite. Am vorletzten Segment befinden sich zwei gabelförmige, nach hinten gerichtete Fortsätze. Die Orientierung erfolgt über den Geruch, durch taktile Reize und visuell (negativ phototaktisch).

Das Weibchen des Gemeinen Speckkäfers legt bis zu 600 Eier einzeln oder in kleinen Gruppen in Ritzen und Spalten des Nahrungssubstrates ab. Bereits nach etwa 12 Stunden schlüpfen die Larven, die sich bis zur Verpuppung fünf- bis sechsmal häuten. Die Verpuppung erfolgt meist in der letzten Larvenhaut und außerhalb des Nahrungssubstrates. Eine Generationsdauer beträgt je nach Temperatur zwei bis zehn Monate. Die Käfer besitzen eine Lebensdauer von mehreren Monaten. Dermestes lardarius ernährt sich von trockenen Produkten tierischer Herkunft. Dazu gehören z. B. Schinken, Speck, Fischmehl, Trockenfisch, Trockenfleisch, Tiertrockenfutter, Kauknochen, Tierpräparate und Textilien aus Schurwolle. Gemeine Speckkäfer sind nachtaktiv und flugfähig. Ihre Larven suchen sich in Gebäuden Orte wie Türblätter und -zargen, um sich zur Verpuppung in weiche Holzpartien einzubohren.

Ein Befall von Dermestes lardarius ist durch aktiv zum Licht fliegende Käfer und durch die Häute der Larven nachzuweisen. Sein Schadpontential ist vor allem in der Geflügelhaltung immens. Auch seine verpuppungsreifen Larven richten erhebliche Schäden an, indem sie sich in weiche Holzpartien oder in Dämmmaterial einbohren und damit Wände und Isoliermaterialien beschädigen. In Gebäuden verbreiten sich die Käfer an verstreuter Tiernahrung und an mumifizierten Tierleichen. Für eine Bekämpfung müssen befallene Tierpräparate und Bälge über mehrere Stunden bei -18°C gelagert werden. Die Lagerung musealer Präparate muss sogar über drei Tage unter Kohlendioxidatmosphäre erfolgen. Bei einem starken Befall kommen insektizide Spritzmittel und zur Ergänzung Lockstofffallen zum Einsatz. Zur Prävention sollten im Museum Öffnungen wie Fenster und Lüftungen mit Fliegengaze gegen den Einflug der Käfer gesichert werden. In Hotels und Restaurants kann ein Befall durch regelmäßige Beseitigung organischer Abfälle verhindert werden. Eine zuverlässige Maßnahme zur Vorbeugung ist außerdem das Aufstellen von Lockstofffallen.

Larder beetle (Dermestes lardarius)

©iStockphoto.com/Henrik Larsson

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