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Die Wanderratte

Rattus norvegicus

Die Wanderratte (Rattus norvegicus) gehört zur Ordnung der Nagetiere (Rodentia) und zur Familie der Mäuse (Muridae). Sie stammt ursprünglich aus den nördlichen Gebieten Ostasiens, genauer aus dem Südosten Sibiriens und dem Nordosten Chinas. Mittlerweile ist sie auf der ganzen Welt zu finden. Nach Europa wurde sie im 18. Jahrhundert auf Handelswegen über Kontinentalasien eingeschleppt. Ihr Lebensraum umfasst in Siedlungsbereichen hauptsächlich Mülldeponien, Lagerhäuser, landwirtschaftliche Betriebe und Kanalisationssysteme. In naturnahen Habitaten siedelt sie vor allem an Gewässerrändern.

Die Wanderratte ist an ihrer großen und kräftigen Körperform zu erkennen. Sie erreicht eine Länge zwischen 18 und 25 cm, wird 200 bis 500 g schwer und besitzt ein braunes Fell. Die Schwanzlänge beträgt 15 bis 21 cm. Charakteristisch sind die kleinen Ohren mit kurzen Haaren, die stumpfe Schnauze und die kleinen Augen. Rattus norvegicus orientiert sich über den Geruchssinn, den Tastsinn und ihr Hörvermögen. Ihr Sehvermögen ist schlecht, sie ist farbenblind. Bis zu sechsmal im Jahr wirft das Weibchen sechs bis sieben Junge. Nach zwei bis drei Monaten werden die Jungtiere geschlechtsreif. Unter Freilandbedingungen erreicht die Wanderratte ein Alter von sechs bis zwölf Monaten.

Wanderratten sind Allesfresser und vertilgen bis zu 28 g Nahrung pro Tag. Sie bevorzugen pflanzliche Kost. Wasser nehmen sie aktiv auf, außerdem verzehren sie Futter mit hohem Wassergehalt. Meist nehmen sie größere Mengen an Nahrung an einer Stelle auf. In der Regel liegt der Aktionsradius eines Rattenrudels bei 50 bis 100 Metern, selten dehnt er sich auf bis zu 2 Kilometer aus. Rattus norvegicus ist sehr anpassungsfähig gegenüber Veränderungen in ihrer Umgebung und kann hervorragend schwimmen. Sie legt gern unterirdische Bauten an, die sich im Sommer oft an Ufern von Gewässern befinden. Die Winterquartiere liegen meist im Schutz von Gebäuden, dadurch kommt es gerade in den Herbstmonaten häufig zu einem Anstieg der Rattenproblematik.

Zu erkennen ist ein Rattenbefall durch staubfreie, mit Urin markierte Laufwege an Wänden und Kanten. Auch Schleifspuren der Schwänze auf staubigen Flächen sowie lange, gedrungene, zigarrenförmige Kotpartikel von 8 bis 15 mm Länge auf den Futterplätzen weisen auf die Anwesenheit von Rattus norvegicus hin. Die Wanderratte sorgt auf vielfältige Weise für immense Schäden. Sie ist ein Vorrats- und Materialschädling, Nahrungsmittel verunreinigt sie durch Kot, Urin und Haare. Besonders gefährlich sind Wanderratten als Verbreiter von Krankheitserregern.

Ein Rattenbefall lässt sich mit Hilfe von Fraßködern auf der Basis von Blutgerinnungshemmern, sogenannten Antikoagulantien, bekämpfen. Diese befinden sich in Köderboxen, wodurch die versehentliche Aufnahme des Giftes durch andere Tiere, etwa durch Haustiere, vermieden werden soll. Weitere Möglichkeiten zur Bekämpfung sind Produkte mit Bitterstoff sowie Lebendfallen und Schlagfallen. Einem Befall von Rattus norvegicus kann durch das Verschließen von Einstiegsöffnungen in Gebäuden vorgebeugt werden.

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