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Deutsche Schabe

Die Deutsche Schabe, lateinisch Blattella germanica, gehört zur Ordnung der Schaben, Blattodea, und zur Familie Blattellidae. Ihr ursprünglicher Lebensraum lag in Südostasien oder Afrika, mittlerweile kommt sie weltweit vor. Über Zentralasien wurde sie im 18. Jahrhundert nach Europa eingeschleppt. Deutsche Schaben finden ihren Lebensraum in Gaststätten, Großküchen, Hotelbetrieben, Krankenhäusern und in Wohnungen in zentralbeheizten Gebäuden. Am häufigsten sind sie an Nahrungs-, Wärme- und Feuchtigkeitsquellen in der Lebensmittelverarbeitung und in Küchenbereichen anzutreffen. Sie breiten sich über Lebensmittelverpackungen und Paletten, aber auch über Wäschereien und Second-Hand-Elektrogeräte aus.

Die Körperform von Blattella germanica ist lang bis oval, die Tiere erreichen eine Länge von 34 bis 53 mm. Sie sind rotbraun gefärbt, der Hinterrand der Vorderbrust ist etwas heller. Charakteristisch sind ihre kräftigen, beißenden und kauenden Mundwerkzeuge, die langen, fadenförmigen Fühler und die mit Dornen besetzten Laufbeine. Der Kopf der Deutschen Schabe ist zumindest teilweise unter der Vorderbrust verborgen. Ihre Füße, auch Tarsen genannt, sind fünfgliedrig und an den Fußkrallen und Segmenten mit Haftlappen ausgestattet. Am Ende des Hinterleibes befinden sich zwei Cerci. Schaben orientieren sich visuell und über ihren Tastsinn, ihre Geruchsrezeptoren funktionieren nur im Nahbereich.

Die Entwicklung von Blattella germanica ist unvollständig, da ihr das Puppenstadium fehlt. Bis kurz vor dem Schlupf der Larven tragen die Weibchen 6 bis 9 mm lange, hellbraun gefärbte Eibehälter, die etwa 36 Eier enthalten. Bis zur Vollendung ihrer Entwicklung durchläuft die Deutsche Schabe mindestens fünf Larvenstadien. Ihre Vorderbrust ist anfangs dunkel gefärbt und mit einem hellen Mittelstreifen versehen. Ab dem dritten Larvenstadium geht dieser in zwei schwarze Längsstreifen über. Insgesamt dauert die Entwicklung zwei bis sieben Monate. Die ausgewachsenen Tiere haben bei Temperaturen über 20°C eine Lebenserwartung von 100 bis 200 Tagen.

Deutsche Schaben sind Allesfresser. Sie sind nachtaktiv und nicht flugfähig, nur das Männchen kann einen kurzen Gleitflug ausführen. Allerdings läuft sie hervorragend und legt bis zu 29 cm pro Sekunde zurück. Dank der Haftlappen an den Tarsen kann sie sogar über senkrechte, glatte Oberflächen laufen. Ein Befall ist durch Monitoring mit Klebefallen sowie mit Kotspuren an Kanten und hinter Kücheneinrichtungen nachweisbar. Blattella germanica ist ein Hygieneschädling und über Kot, Speichel, Kropfinhalt und Körperoberfläche ein potentieller Überträger von Krankheitsüberträgern. Sie kann Lebensmittelvergiftungen und selten auch Allergien verursachen.

Bei einem Befall durch Deutsche Schaben sollten mindestens einmal im Monat Ködergele großräumig ausgebracht werden. Dies kann bei Koch- und Spüleinheiten während der Wartung geschehen. Ein starker Befall wird mit einem Insektizid mit Druckspeicherspitze und Nebelgerät bekämpft. Zur Vorbeugung dient regelmäßiges Monitoring mit Klebefallen an den Laufwegen und Verstecken der Tiere. Spalten und mögliche Schlupfwinkel, die ihnen als Verstecke dienen können, sollten verschlossen werden. Futter- und Feuchtigkeitsquellen gilt es zu entfernen. Mit diesen Maßnahmen lässt sich die hygienische Situation verbessern. Hilfreich sind außerdem Wareneingangskontrollen in Lebensmittelbetrieben und Küchen.

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